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Getreidehandelstag 23./24. Juni 2009, Warberg

 

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Sponsoren und Aussteller

 
 

Der Getreidehandelstag 2008 wurde von den nachstehenden 4 Firmen unterstützt:

 
   

Folgende 9 Firmen haben am Getreidehandelstag 2009 ausgestellt:

   
| R-Biopharm AG | NEOGEN Europe Ltd. | FOSS GmbH |
| PERTEN INSTRUMENTS GmbH | Barthel - Maschinen und Ingenieurbüro |
| FrigorTec GmbH | Landwehr Computer- und Software GmbH |
| TSO-Data GmbH | SAP Deutschland AG & Co. KG |

 

Programm

 
 
 
 

Begrüßung und Eröffnung der Tagung
Peter Link
Bundeslehranstalt Burg Warberg e.V., Warberg
Bruno Fehse
Bundesverband der Agrargewerblichen Wirtschaft e.V., Bonn

Die Finanzkrise und die Folgen für den Mittelstand
Jochen Konrad Fromme,
MdB Mitglied im parlamentarischen Kontrollgremium der Soffin,
Deutscher Bundestag, Berlin

Die Rolle einer Förderbank in Folge der Finanzmarktkrise (siehe unter Vorträge)
Dr. Christian Bock
Landwirtschaftliche Rentenbank, Frankfurt am Main

Forderungs- und Liquiditätsmanagement – die Beziehungen zwischen Handel und Landwirtschaft in sich ändernden Zeiten (siehe unter Vorträge)
Dr. Gerd Wesselmann
WGZ Bank AG, Münster

Energie clever einkaufen - Strom, Gas (siehe unter Vorträge)
Michael Berg
ENOPLAN, Ingenieurgesellschaft für Energiedienstleistungen mbH, Bruchsal

Integrierte Risikomanagement-Programme für das Agrargewerbe - Praxisbeispiele
Integrated Risk Management Programs for the Agribusiness - practical examples
Liam Fenton, Larry Kembell
FC Stone LLC, Dublin, Irland

Handeln im Minenfeld: Angewandte Risikomanagement- Strategien US-amerikanischer Lebensmittelhersteller
Navigating through the minefield: Risk management strategies employed by US food manufacturers in the new millennium
Hayden Wands
Sara Lee Corporation, Downers Grove, USA

Risikomanagement im Getreidehandel - Diskussion

Zeugnisübergabe „Getreidemanager” - Verleihung Stipendien der Erwin-Fromme-Stiftung
durch Erwin Fromme

„Heute mehr denn je” - die Einfußfaktoren auf Angebot und Nachfrage für Getreide verstehen “Now More Than Ever” - understand the forces that are affecting the supply and demand for grain (siehe unter Vorträge)
Mike O'Dea
FC Stone LLC, Kansas City, USA

Nachhaltigkeit – politische Forderungen und status quo (siehe unter Vorträge)
Petra Sprick
Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland e.V., Berlin
Dr. Peter Haarbeck
Verband Deutscher Mühlen e.V., Bonn

Podiumsdiskussion – Der Getreidemarkt vor der Ernte 2009 aus Sicht:
• des Erfassungshandels (siehe unter Vorträge)
Carsten Rollwage,
Beiselen GmbH, Magdeburg
Konrad Weiterer, Landhandel Weiterer GmbH, Algermissen
• der Futtermittelwirtschaft (siehe unter Vorträge)
  Dr. Alfred Hüttmann,
  Vollkraft Mischfutterwerke GmbH, Rendsburg
• der Mühlenwirtschaft
  Thomas Jäger, Werhahn Mühlen GmbH & Co. KG, Neuss
• des internationalen Agrarhandels
  Hans-Ulrich Schumacher
, Amme und Müller GmbH, Hamburg
Diskussionsleitung
Christian Alter, (siehe unter Vorträge)
Agrarmarktinformations-Gesellschaft mbH, Bonn

 

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Vorträge (Präsentationen)

 
Die Rolle einer Förderbank in Folge der Finanzmarktkrise
Dr. Christian Bock,Landwirtschaftliche Rentenbank, Frankfurt am Main

   
Forderungs- und Liquiditätsmanagement – die Beziehungen zwischen Handel und Landwirtschaft in sich ändernden Zeiten
Dr. Gerd Wesselmann, WGZ Bank AG, Münster
   
Energie clever einkaufen - Strom, Gas
Michael Berg, ENOPLAN, Ingenieurgesellschaft für Energiedienstleistungen mbH, Bruchsal
   
Now More Than Ever” - understand the forces that are affecting the supply and demand for grain
Mike O'Dea, FC Stone LLC, Kansas City, USA
Larry Kembell, FC Stone LLC, Kansas City, USA


   
Nachhaltigkeit – politische Forderungen und status quo
Petra Sprick, Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland e.V., Berlin
   
Podiumsdiskussion – Der Getreidemarkt vor der Ernte 2009  
• Der Getreidemarkt vor der Ernte 2009 aus Sicht des Erfassungshandels
  Konrad Weiterer, Landhandel Weiterer GmbH, Algermissen
• Der Getreidemarkt vor der Ernte 2009 aus Sicht der Futtermittelwirtschaft
  Dr. Alfred Hüttmann, Vollkraft Mischfutterwerke GmbH, Rendsburg
• Für Sie am Start: Markt- und Preisberichte für die Getreidewirtschaft
  Christian Alter, Agrarmarktinformations-Gesellschaft mbH, Bonn
   
 

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Fotoimpressionen

 

| Fotoimpressionen vom Getreidehandelstag 2009 |

 

 

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Tagungsergebnis

 
Erfolgreicher Getreidehandelstag:
2009 wird ein weiteres Überschussjahr

 

Der Bundesverband der Agrargewerblichen Wirtschaft e.V. (BVA) veranstaltete traditionell zusammen mit der Bundeslehranstalt Burg Warberg, dem Deutschen Verband Tiernahrung (DVT) und dem Verband Deutscher Mühlen (VDM) den Getreidehandelstag in Warberg. BVA-Präsident Bruno Fehse begrüßte rund 135 Teilnehmer aus den Bereichen Landhandel, Mühlen, Futtermittelindustrie/-handel und Verwaltung und betonte die Bedeutung eines solchen Treffens kurz vor der Ernte für die Branche. „Die Marktentwicklung der letzten Monate hat uns inzwischen alle wieder auf den Boden der Realitäten zurück-geholt. Für uns Unternehmer stellen sich insbesondere im Hinblick auf die neue Ernte einige Fragen. War 2007/08 für den Getreidemarkt ein einmaliges Ereignis und müssen wir uns wieder an unser heutiges Preisniveau gewöhnen? Ist die Situation heute nur auf die Wirtschaftskrise zurückzuführen und als Zwischentief zu bezeichnen? Oder müssen wir uns auf den „Schweinezyklus bei Getreide“ einstellen? Welchen Einfluss haben die Spekulanten auf die Preisentwicklung der Agrarrohstoffe? In den letzten Wochen war zumindest dieser Part für das Anziehen und wieder Fallen der Preise verantwortlich. Am physischen Markt gab es keine Veranlassung, dass die Preise sich so nach oben entwickelten“, so Fehse.

Eine grundsätzlich positive wirtschaftliche Entwicklung der Land- und Agrarwirtschaft auf mittlere und längere Sicht bleibt aber bestehen. Auch trotzt der Landhandel der Wirt-schaftskrise und sieht sich als verlässlicher Partner in der Wertschöpfungskette. „Kunden und Abnehmer können sich auf uns Händler genau so verlassen wie die finanzierenden Banken“, betonte Präsident Fehse. Zu schaffen macht den BVA-Mitgliedern derzeit weniger die Finanzkrise als wenig verlässliche politische Rahmenbedingungen. Jüngste Beispiele hierfür seien das kürzlich verabschiedete Biokraftstoffquotengesetz, das Hin und Her im Bereich der Grünen Gentechnik und die nationale Umsetzung der Nachhaltigkeits-verordnung.

CDU-Bundestagsabgeordneter Jochen Konrad Fromme versuchte das Ergebnis des Biokraftstoffquotengesetzes zu erklären. „Die große Koalition in Berlin macht Kompromisse notwendig.“ Für ihn sei unstrittig, dass der durch die Steuererhöhungen zum Erliegen gekommene Biokraftstoffmarkt wiederbelebt werden muss. Dass die Landwirtschaft und der Agrarhandel bisher weitestgehend von der Finanzkrise verschont geblieben sind, bestätigte MdB Fromme. Allerdings ist der Mittelstand durch die schwache Kapitalausstattung krisenanfällig, so dass er eine gewisse Kreditklemme bei einigen Unternehmen erwartet.

Sollten die Prognosen für die weltweiten Getreideernten eintreffen, steuert der Markt wieder auf ein Überschussjahr zu. Es wird einen neuerlichen Bestandsaufbau geben, sodass wir 2009/10 die größte jemals zur Verfügung stehende Weizenmenge haben werden“, so einhellige Meinung der Podiumsdiskussion. Es ist wenig Luft für steigende Preise. Landwirte sollten ihre neue Ernte aber nicht in der Hoffnung auf stark steigende Preise zurückhalten, sondern den Markt kontinuierlich beschicken, so Carsten Rollwage von Beiselen GmbH in Magdeburg. Das bestätigte Konrad Weiterer:Der jüngste Preis-rückgang bei Weizen und Raps an der Pariser Matif hat deutlich gemacht, dass Prozesse wie Marktbeobachtung, Aufstellen und Umsetzen einer Vermarktungsstrategie und vor allem gesplittetes Verkaufen auf der Basis ein soliden Kostenkalkulation zum selbst-verständlichen Instrumentarium der Unternehmensstrategie gehören.“ Thomas Jäger von der Werhahn Mühlen GmbH, Neuss, wies darauf hin, dass die Risiken in der kommenden Saison nicht aus dem Weizen, sondern aus den Nachbarbereichen Mais, Soja und Reis kommen. Besonders eng könnte die Bilanz bei Mais ausfallen, da in den USA rund 104 Mio. t Mais in die Ethanolindustrie fließen müssten, um die für 2010 angestrebte Menge von 12 Mrd. Gallonen erfüllen zu können. Auch hätten die USA ihre Exportquote für Mais schon fast erreicht. „Mitte Juli sind die USA ausverkauft“, hieß es. „Wo soll der Mais herkommen bis zu neuen Ernte“, fragte sich Hans-Ulrich Schumacher von der Amme und Müller GmbH, Hamburg. „Im Sommer wird der Mais eine Vorreiterrolle für die Preisentwicklung übernehmen, wie wir es vor 18 Monaten schon einmal hatten“, sagte er. Schumacher geht davon aus, dass sich die Maisanbaufläche in den USA um rund 1,2 Mio. ha reduziert. Die erste Flächenprognose für die neue Ernte veröffentlicht das US-Landwirtschaftsministerium am 30. Juni.

Im Rahmen des Getreidehandelstags hat die traditionelle Zeugnisübergabe an die Teil-nehmer des Lehrgangs „Getreidemanager“ stattgefunden. Herr Fehse konnte sieben Teil-nehmern zur erfolgreichen Teilnahme gratulieren. Die Stipendienübergabe der Erwin-Fromme Stiftung des Agrarhandels nahm Erwin Fromme persönlich vor und konnte Rene Schöneich, Arp, Thordsen, Rautenberg in Aulum, Henrik Sommerfeld, ATR Landhandel Arp, Thordsen, Rautenberg GmbH & Co KG in Husum sowie Thorben Kathmann, Strahmann GmbH in Drentwede persönlich gratulieren. Die Vorträge des Getreidehandelstages können in der BVA-Geschäftsstelle angefordert werden. 

 
 
     
 

 

 

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