| |
|
|
|
 |
|
|
|
| |
|
|
|
Begrüßung und Eröffnung der
Tagung
Horst Bremer
Altmarksaaten Stendal GmbH
Vorsitzender des Bundesverbandes
der VO-Firmen e.V. (BVO)
„Pflanzenzüchtung in
Deutschland –
Vor welchen Herausforderungen
steht die Branche?“
Prof. Dr. Thomas Miedaner
(siehe
Vortragspräsentation)
Uni Hohenheim, Stuttgart
„Der Saatgutmarkt 2010 und
2020 – Stand und Perspektiven“
Dr. Reinhard Kendlbacher
(siehe
Vortragspräsentation)
I.G. Pflanzenzucht GmbH, München
„Das dänische Saatgutmodell -
Was machen die Dänen anders?“
Morten Haastrup / Jon Birger
Pedersen (siehe
Vortragspräsentation)
DAAS National Centre, Aarhus
„Der Markt für Feldsaaten“
Hans-Peter Ruopp (siehe
Vortragspräsentation)
Beiselen GmbH
„Saatgutnachbau – Wer bezahlt
den technischen Fortschritt –
gibt es eine Lösung?“
Saatgutnachbau aus Sicht des
Bauernverbandes
Joachim Rukwied
Präsident des
Landesbauernverbandes Baden-
Württemberg e.V.
„Nachbau: Win-Win Situation für
Landwirtschaft und Handel?
Ökolandbau, Sortenfortschritt
und Nachbaugebühr – ein
Widerspruch?“
Hans-Joachim von Klitzing
(siehe
Vortragspräsentation)
Öko-Korn Nord w.V.,
Betzendorf
„Nachbaugebühr,
Landwirteprivileg und STV aus
Sicht der IGN –
welche Lösungsansätze gibt es?“
Klaus Buschmeier
Landwirt, Extertal
Saatgutnachbau aus Züchtersicht
Dr. Stefan Streng
(siehe
Vortragspräsentation)
Saatzucht Streng-Engelen GmbH &
Co. KG, Uffenheim
„Quo vadis Getreidebeizung
aus BVL-Sicht?“
Dr. Hans-Gerd Nolting (siehe
Vortragspräsentation)
Bundesamt für
Verbraucherschutz und
Lebensmittelsicherheit,
Braunschweig
„Die Produktion von
Qualitätssaatgut in Theorie und
Praxis“
Jörg Hartmann (siehe
Vortragspräsentation)
S.G.L. GmbH, Erftstadt
„Beitrag der Beiztechnik und
des Anlagenbaus zur Absicherung
hoher Saatgutqualität“
Wolfgang Hüske
(siehe
Vortragspräsentation)
Petkus Technologie GmbH,
Wutha- Farnroda
Präsentation der
Beizindustrie
„Die Komplexität der
Saatgutaufbereitung unter
besonderer Berücksichtigung der
Qualitätssicherung“
Dr. Susanne Kretschmann
(siehe
Vortragspräsentation)
Bayer CropScience
Deutschland GmbH, Langenfeld
„Professionelle
Getreidebeizung auf breiter
Basis“
Albert Mollen (siehe
Vortragspräsentation)
Syngenta Agro GmbH, Maintal
„Erfolgreiches Produkt-
Stewardship - Erfahrungen,
Herausforderungen und
Perspektiven“
Martin Heger
BASF SE, Agrarzentrum
Limburgerhof |
| |
|
|
nach oben | |
| |
Pflanzenzüchtung in
Deutschland –
Vor welchen
Herausforderungen steht die
Branche ?
Prof. Dr. Thomas Miedaner
Landessaatzuchtanstalt 70593
Stuttgart |
 |
| |
|
„Der Saatgutmarkt 2010 und
2020 – Stand und Perspektiven“
Dr. Reinhard Kendlbacher
I.G. Pflanzenzucht GmbH, München |
 |
| |
|
„Das dänische Saatgutmodell -
Was machen die Dänen anders?“
Jon Birger Pedersen
DAAS National Centre, Aarhus |
 |
| |
|
„Der Markt für
Feldsaaten“
Hans-Peter Ruopp
Beiselen GmbH |
 |
| |
|
„Nachbau:
Win-Win Situation für
Landwirtschaft und Handel?
Ökolandbau, Sortenfortschritt
und Nachbaugebühr –
ein
Widerspruch?“
Hans-Joachim von Klitzing
Öko-Korn Nord w.V.,
Betzendorf |
 |
| |
|
Saatgutnachbau – Wer bezahlt
den technischen Fortschritt –
gibt es eine Lösung… „… aus der
Sicht eines Züchters? “
Dr. Stefan Streng
Saatzucht Streng-Engelen GmbH &
Co. KG, Uffenheim |
 |
| |
|
„Quo vadis Getreidebeizung
aus BVL-Sicht?“
Dr. Hans-Gerd Nolting
Bundesamt für
Verbraucherschutz und
Lebensmittelsicherheit,
Braunschweig |
 |
| |
|
„Die Produktion von
Qualitätssaatgut in Theorie und
Praxis“
Jörg Hartmann
S.G.L. GmbH, Erftstadt |
 |
| |
|
„Beitrag der
Beiztechnik und des
Anlagenbaus zur Absicherung
hoher Saatgutqualität“
Wolfgang Hüske
Leiter Saatgut-Technologie
Petkus Technologie GmbH,
Wutha-Farnroda |
 |
| |
|
„Die Komplexität der
Saatgutaufbereitung unter
besonderer Berücksichtigung der
Qualitätssicherung“
Dr. Susanne Kretschmann
Bayer CropScience
Deutschland GmbH, Langenfeld |
 |
| |
|
„Professionelle
Getreidebeizung auf breiter
Basis“
Albert Mollen
Syngenta Agro GmbH, Maintal |
 |
|
12.
Saatguthandelstag: Nachbaudiskussion stand im Mittelpunkt |
 |
| |
|
Am 11. und 12. Mai 2010 fand auf Burg Warberg der
traditionelle Saatguthandelstag statt. Der Treffpunkt der
Saatgutbranche war auch in diesem Jahr wieder mit fast 140
Teilnehmern gut besucht. Veranstalter waren der Bundesverband
der VO-Firmen e.V. (BVO) sowie die Bundeslehranstalt Burg Warberg.
Themen waren in diesem Jahr der Saatgutmarkt, der Nachbau von
Saatgut sowie neue Entwicklungen bei der Getreidebeizung. Der neu
gewählte BVO-Vorsitzende Horst Bremer, Altmarksaaten Stendal,
eröffnete die Veranstaltung mit seiner Begrüßungsrede. |
| |
|
Die Vorträge zum Saatgutmarkt machten deutlich,
dass der Strukturwandel auch vor der Saatgutwirtschaft nicht halt
macht. Der Saatgutwechsel ist seit Jahren rückläufig, bei der
Leitkultur Weizen sank er im Herbst 2009 sogar unter 45 %. „Dies
trifft die Saatgutbranche stark“, so Dr. Kendlbacher,
Geschäftsführer der I.G. Pflanzenzucht, München in seinem Vortrag.
In der vergangenen Saison waren die Vermehrungsflächen bei
Getreide mit 110.000 ha klein wie nie. |
| |
|
Während es zurzeit noch 27 Getreidezüchter, 30
VO-Firmen und etwa 150 Unter-VO-Firmen gäbe, dürften sich diese
Zahlen seiner Prognose nach in den nächsten zehn Jahren halbieren.
Noch viel stärker würde die Zahl der Saatgutaufbereitungsanlagen,
derzeit bundesweit etwa 800, schrumpfen. Kendlbachers Schätzung nach
schlügen in diesem Bereich behördliche Auflagen, aber auch
betriebswirtschaftliche Überlegungen voll durch. Um den ZS-Absatz
nachhaltig zu steigern, müsse Z-Saatgut als ein Markenartikel
positioniert und mehr Kundenbindung erreicht werden, so Kendlbacher.
Darüber hinaus müsse Z-Saatgut als Ausgangspunkt einer qualitäts-
und marktgerechten Getreideproduktion stärker in den Mittelpunkt
gestellt werden. |
| |
|
Weiterer Themenschwerpunkt war die
Nachbaudiskussion „Wer bezahlt den technischen Fortschritt und gibt
es eine Lösung?“ Der Präsident des baden-württembergischen
Bauern-verbandes Joachim Rukwied würdigte die Leistungen des
Züchtungsfortschritts in den letzten Jahren, z.B. die Steigerung der
Erträge, verbesserte Krankheitsresistenzen sowie Qualitäten und
agronomische Eigenschaften der Getreidekulturen. Rukwied bemängelte
aus Sicht der Landwirte jedoch die fehlende Transparenz bei den
Lizenzgebühren. Er kritisierte außerdem die lückenhafte und
ungerechte Erfassung der Nachbaugebühren Das eigentliche Ziel,
nämlich den Z-Saatgutabsatz zu erhöhen, wurde bei den
Auseinandersetzungen der letzten Jahre völlig aus den Augen
verloren. Für Rukwied steht fest, dass ein nachhaltiger Weg für eine
neue Nachbaugebührenregelung nur gemeinsam mit den Landwirten
möglich sei. |
| |
|
Dr. Stefan Streng, Getreidezüchter vom
Aspachhof aus Mittelfranken, führte die Heraus-forderungen an,
welche an seine Branche gestellt werden. Neben strengeren
rechtlichen Rahmenbedingungen definierten auch Klimaveränderung
sowie besondere Anforderungen der Landwirte -
Anbauverfahren/Fruchtfolge - und Verarbeiter - spezielle
Verarbeitungs-kriterien - neue Zuchtziele. Dabei müssten neben der
klassischen Züchtung auch andere Techniken eingesetzt werden, um den
Anforderungen gerecht zu werden. Dieses erfordere einen hohen
finanziellen Aufwand, der durch die rückläufigen Lizenzeinnahmen
aufgrund des sinkenden Saatgutwechsels nicht mehr zu leisten sei.
Bei Fortgang der Unterfinanzierung bestehe die Gefahr, dass die in
Deutschland etablierten mittelstän-dischen Züchtungsbetriebe ihre
Zuchtprogramme nicht mehr finanzieren könnten und den Anschluss
verpassten. Dies hätte zur Folge, dass der Zuchtfortschritt
zurück-ginge, die Arten- und Sortenvielfalt eingeschränkt würde und
der Abstand zu konkurrie-renden Kulturen wüchse. Deshalb müsse ein
gerechtes Nachbau-Lizenzsystem etabliert werden, welches alle
nachbauenden Landwirte erfasse, für Lizenzzufluss und damit für eine
gesunde Züchterstruktur sorge. |
| |
|
In der Podiumsdiskussion wurde kontrovers über
mögliche Lösungen bzw. Nachbau-modelle diskutiert. Obwohl von allen
Teilnehmern die Entlohnung der Züchterarbeit als gerecht und
notwendig angesehen wurde, bleibt die Einstellung vieler Landwirte
zur Nachbaugebühr vor allem aufgrund des Vorgehens der STV negativ.
Hoffnung setzen die Pflanzenzüchter in die anstehenden Gespräche,
die mit allen Beteiligten geführt werden. Ziel ist es dabei, die
aktuellen Probleme zu entschärfen und für die Nachbaugebühr zu einer
gerechten und nachhaltigen Lösung zu kommen. |
| |
|
Der zweite Veranstaltungstag wurde der aktuellen
Beizdiskussion gewidmet. Ausgelöst durch das Bienensterben im
Frühjahr 2008 hat sich in der Beiztechnik und auch bei den
Wirkstoffen viel bewegt. Hans-Gerd Nolting vom Bundesamt für
Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) legte auf dem
Saatguthandelstag dar, dass sowohl Qualitäts-normen für Mais und
Rapssaatgut als auch für Sägeräte eingeführt worden seien. Dies
führte zu einer Abnahme von Emissionen bei der Aussaat von Mais um
99 %. Die Pflan-zenschutzmittelhersteller hätten sich
verpflichtetet, ihre Präparate für Saatmais aus-schließlich an
Anwender abzugeben, die sich verpflichteten, Qualitätskriterien
einzuhalten. Derzeit wird an einem Qualitätskonzept zur
Reduzierung des Abriebs und des Staubs im Raps- und Getreidebereich
gearbeitet. |
| |
|
Jörg Hartmann, Geschäftsführer der
VO-Firma S.G.L GmbH, Erftstadt, brachte in seinem Vortrag zum
Ausdruck, dass die Standards für Saatgetreide in den vergangenen
Jahren immer höher geschraubt wurden. Bedingt durch Umweltauflagen
und Verbraucherschutz liege das Qualitätsniveau heutzutage
zwangsläufig höher als noch vor wenigen Jahren. Dazu kämen noch die
Qualitätsansprüche der Kunden. Zwar erleichterten Standards den
Saatguthandel, würde durch Dokumentationsverpflichtungen den
Unternehmen aber viel zusätzliche Arbeit aufgebürdet. |
| |
|
Susanne Kretschmann, Bayer Crop Science,
konstatierte, dass bereits beim Mähdrusch auf die Beizbarkeit von
Getreide geachtet werden muss. Es sei wichtig, weitgehend
staubfreies Getreide an die Aufbereitungsanlagen zu liefern. Um das
zu gewährleisten, sei auch neben den technischen Voraussetzungen das
Personal der wichtigste Faktor. Diese Meinung teilte auch Albert
Mollen, Syngenta Agro GmbH. Seiner Meinung nach bringe das
Gesamtpaket Sorte + Beizung nur dann einen Mehrwert, wenn eine
konstante Qualität erkennbar sei. Die BASF betreibt nach den Worten
von Martin Heger ein erfolgreiches Produkt-Stewardship,
bindet also die Beizanlagenbetreiber intensiv in die
Weiterent-wicklung von Beizen mit ein. |
| |
|
Die Vorträge der Referenten (siehe
Link) stehen oben oder in der BVA-Geschäftsstelle zur
Anforderung bereit. |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|