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12. Saatguthandelstag 11./12. Mai 2010, Warberg

 

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Sponsoren und Aussteller

 

Der Saatguthandelstag 2010 wurde von den nachstehenden 5 Firmen unterstützt:
 


BASF Agrarzentrum Serviceland
 


Bayer CropScience Deutschland GmbH
   



BISON SCHWEIZ AG



PETKUS Technologie
GmbH



Syngenta AgroGmbH

   


Folgende 15 Firmen haben am Saatguthandelstag 2010 ausgestellt:
 

Liste der Aussteller

Pflanzenzüchter:
DLF-Trifolium Deutschland GmbH
Feldsaaten Freudenberger GmbH & Co. KG
Lantmännen SW Seed GmbH

Beizmittelhersteller:
BASF SE E-APE/DM-Li 556
Bayer CropScience Deutschland GmbH
Syngenta Agro GmbH

Saatgut- und Getreidetechnik:
CIMBRIA Saat- und Getreidetechnik GmbH
PETKUS Technologie GmbH
Westrup A/S

Farbausleser – Verkauf u. Vermietung Absackanlagen/-waagen:
Barthel – Maschinen und Ingenieurbüro

Palettieranlagen, Fördertechnik, Palettensicherung etc.:
Gerd Justus Maschinen- und Anlagetechnik e.K.

Absack- und Befüllsysteme
Vollenda-Werk GmbH

Analytik, u.a. auch GVO-Analytik:
Eurofins GeneScan GmbH

Software für Saatgutvermehrer und Saatguthandel:
Landwehr Computer- und Software GmbH
Bison Schweiz AG
 

 

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Programm

 
     
 
   

 

Begrüßung und Eröffnung der Tagung
Horst Bremer
Altmarksaaten Stendal GmbH

Vorsitzender des Bundesverbandes der VO-Firmen e.V. (BVO)

„Pflanzenzüchtung in Deutschland –
Vor welchen Herausforderungen steht die Branche?“

Prof. Dr. Thomas Miedaner (siehe Vortragspräsentation)
Uni Hohenheim, Stuttgart

„Der Saatgutmarkt 2010 und 2020 – Stand und Perspektiven“
Dr. Reinhard Kendlbacher (siehe Vortragspräsentation)
I.G. Pflanzenzucht GmbH, München

„Das dänische Saatgutmodell - Was machen die Dänen anders?“
Morten Haastrup / Jon Birger Pedersen (siehe Vortragspräsentation)
DAAS National Centre, Aarhus

„Der Markt für Feldsaaten“
Hans-Peter Ruopp (siehe Vortragspräsentation)
Beiselen GmbH

„Saatgutnachbau – Wer bezahlt den technischen Fortschritt –
gibt es eine Lösung?“
 

Saatgutnachbau aus Sicht des Bauernverbandes
Joachim Rukwied
Präsident des Landesbauernverbandes Baden- Württemberg e.V.

„Nachbau: Win-Win Situation für Landwirtschaft und Handel?
Ökolandbau, Sortenfortschritt und Nachbaugebühr – ein Widerspruch?“
Hans-Joachim von Klitzing (siehe Vortragspräsentation)
Öko-Korn Nord w.V., Betzendorf

„Nachbaugebühr, Landwirteprivileg und STV aus Sicht der IGN –
welche Lösungsansätze gibt es?“
Klaus Buschmeier
Landwirt, Extertal

Saatgutnachbau aus Züchtersicht
Dr. Stefan Streng (siehe Vortragspräsentation)
Saatzucht Streng-Engelen GmbH & Co. KG, Uffenheim

„Quo vadis Getreidebeizung aus BVL-Sicht?“
Dr. Hans-Gerd Nolting (siehe Vortragspräsentation)
Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, Braunschweig

„Die Produktion von Qualitätssaatgut in Theorie und Praxis“
Jörg Hartmann (siehe Vortragspräsentation)
S.G.L. GmbH, Erftstadt

„Beitrag der Beiztechnik und des Anlagenbaus zur Absicherung hoher Saatgutqualität“
Wolfgang Hüske (siehe Vortragspräsentation)
Petkus Technologie GmbH, Wutha- Farnroda

Präsentation der Beizindustrie

„Die Komplexität der Saatgutaufbereitung unter besonderer Berücksichtigung der Qualitätssicherung“
Dr. Susanne Kretschmann (siehe Vortragspräsentation)
Bayer CropScience Deutschland GmbH, Langenfeld

„Professionelle Getreidebeizung auf breiter Basis“
Albert Mollen (siehe Vortragspräsentation)
Syngenta Agro GmbH, Maintal

„Erfolgreiches Produkt- Stewardship - Erfahrungen, Herausforderungen und Perspektiven“
Martin Heger
BASF SE, Agrarzentrum Limburgerhof

 

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Vorträge (Präsentationen)

 
Pflanzenzüchtung in Deutschland –
Vor welchen Herausforderungen steht die Branche ?

Prof. Dr. Thomas Miedaner
Landessaatzuchtanstalt 70593 Stuttgart

   
„Der Saatgutmarkt 2010 und 2020 – Stand und Perspektiven“
Dr. Reinhard Kendlbacher
I.G. Pflanzenzucht GmbH, München

   
„Das dänische Saatgutmodell - Was machen die Dänen anders?“
Jon Birger Pedersen
DAAS National Centre, Aarhus

   
„Der Markt für Feldsaaten
Hans-Peter Ruopp
Beiselen GmbH

   
„Nachbau: Win-Win Situation für Landwirtschaft und Handel?
Ökolandbau, Sortenfortschritt und Nachbaugebühr –
ein Widerspruch?“

Hans-Joachim von Klitzing
Öko-Korn Nord w.V., Betzendorf

   
Saatgutnachbau – Wer bezahlt den technischen Fortschritt –
gibt es eine Lösung… „… aus der Sicht eines Züchters? “

Dr. Stefan Streng
Saatzucht Streng-Engelen GmbH & Co. KG, Uffenheim

   
„Quo vadis Getreidebeizung aus BVL-Sicht?“
Dr. Hans-Gerd Nolting
Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, Braunschweig

   
„Die Produktion von Qualitätssaatgut in Theorie und Praxis“
Jörg Hartmann
S.G.L. GmbH, Erftstadt

   
„Beitrag der Beiztechnik und des Anlagenbaus zur Absicherung hoher Saatgutqualität“
Wolfgang Hüske
Leiter Saatgut-Technologie Petkus Technologie GmbH, Wutha-Farnroda

   
„Die Komplexität der Saatgutaufbereitung unter besonderer Berücksichtigung der Qualitätssicherung“
Dr. Susanne Kretschmann
Bayer CropScience Deutschland GmbH, Langenfeld

   
„Professionelle Getreidebeizung auf breiter Basis“
Albert Mollen
Syngenta Agro GmbH, Maintal

 

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Fotoimpressionen
 
 
 

Tagungsergebnis

 

12. Saatguthandelstag: Nachbaudiskussion stand im Mittelpunkt

 

Am 11. und 12. Mai 2010 fand auf Burg Warberg der traditionelle Saatguthandelstag statt. Der Treffpunkt der Saatgutbranche war auch in diesem Jahr wieder mit fast 140 Teilnehmern gut besucht. Veranstalter waren der Bundesverband der VO-Firmen e.V. (BVO) sowie die Bundeslehranstalt Burg Warberg. Themen waren in diesem Jahr der Saatgutmarkt, der Nachbau von Saatgut sowie neue Entwicklungen bei der Getreidebeizung. Der neu gewählte BVO-Vorsitzende Horst Bremer, Altmarksaaten Stendal, eröffnete die Veranstaltung mit seiner Begrüßungsrede.

 

Die Vorträge zum Saatgutmarkt machten deutlich, dass der Strukturwandel auch vor der Saatgutwirtschaft nicht halt macht. Der Saatgutwechsel ist seit Jahren rückläufig, bei der Leitkultur Weizen sank er im Herbst 2009 sogar unter 45 %. „Dies trifft die Saatgutbranche stark“, so Dr. Kendlbacher, Geschäftsführer der I.G. Pflanzenzucht, München in seinem Vortrag. In der vergangenen Saison waren die Vermehrungsflächen bei Getreide mit 110.000 ha klein wie nie.

 

Während es zurzeit noch 27 Getreidezüchter, 30 VO-Firmen und etwa 150 Unter-VO-Firmen gäbe, dürften sich diese Zahlen seiner Prognose nach in den nächsten zehn Jahren halbieren. Noch viel stärker würde die Zahl der Saatgutaufbereitungsanlagen, derzeit bundesweit etwa 800, schrumpfen. Kendlbachers Schätzung nach schlügen in diesem Bereich behördliche Auflagen, aber auch betriebswirtschaftliche Überlegungen voll durch. Um den ZS-Absatz nachhaltig zu steigern, müsse Z-Saatgut als ein Markenartikel positioniert und mehr Kundenbindung erreicht werden, so Kendlbacher. Darüber hinaus müsse Z-Saatgut als Ausgangspunkt einer qualitäts- und marktgerechten Getreideproduktion stärker in den Mittelpunkt gestellt werden.

 

Weiterer Themenschwerpunkt war die Nachbaudiskussion „Wer bezahlt den technischen Fortschritt und gibt es eine Lösung?“ Der Präsident des baden-württembergischen Bauern-verbandes Joachim Rukwied würdigte die Leistungen des Züchtungsfortschritts in den letzten Jahren, z.B. die Steigerung der Erträge, verbesserte Krankheitsresistenzen sowie Qualitäten und agronomische Eigenschaften der Getreidekulturen. Rukwied bemängelte aus Sicht der Landwirte jedoch die fehlende Transparenz bei den Lizenzgebühren. Er kritisierte außerdem die lückenhafte und ungerechte Erfassung der Nachbaugebühren Das eigentliche Ziel, nämlich den Z-Saatgutabsatz zu erhöhen, wurde bei den Auseinandersetzungen der letzten Jahre völlig aus den Augen verloren. Für Rukwied steht fest, dass ein nachhaltiger Weg für eine neue Nachbaugebührenregelung nur gemeinsam mit den Landwirten möglich sei.

 

Dr. Stefan Streng, Getreidezüchter vom Aspachhof aus Mittelfranken, führte die Heraus-forderungen an, welche an seine Branche gestellt werden. Neben strengeren rechtlichen Rahmenbedingungen definierten auch Klimaveränderung sowie besondere Anforderungen der Landwirte - Anbauverfahren/Fruchtfolge - und Verarbeiter - spezielle Verarbeitungs-kriterien - neue Zuchtziele. Dabei müssten neben der klassischen Züchtung auch andere Techniken eingesetzt werden, um den Anforderungen gerecht zu werden. Dieses erfordere einen hohen finanziellen Aufwand, der durch die rückläufigen Lizenzeinnahmen aufgrund des sinkenden Saatgutwechsels nicht mehr zu leisten sei. Bei Fortgang der Unterfinanzierung bestehe die Gefahr, dass die in Deutschland etablierten mittelstän-dischen Züchtungsbetriebe ihre Zuchtprogramme nicht mehr finanzieren könnten und den Anschluss verpassten. Dies hätte zur Folge, dass der Zuchtfortschritt zurück-ginge, die Arten- und Sortenvielfalt eingeschränkt würde und der Abstand zu konkurrie-renden Kulturen wüchse. Deshalb müsse ein gerechtes Nachbau-Lizenzsystem etabliert werden, welches alle nachbauenden Landwirte erfasse, für Lizenzzufluss und damit für eine gesunde Züchterstruktur sorge.

 

In der Podiumsdiskussion wurde kontrovers über mögliche Lösungen bzw. Nachbau-modelle diskutiert. Obwohl von allen Teilnehmern die Entlohnung der Züchterarbeit als gerecht und notwendig angesehen wurde, bleibt die Einstellung vieler Landwirte zur Nachbaugebühr vor allem aufgrund des Vorgehens der STV negativ. Hoffnung setzen die Pflanzenzüchter in die anstehenden Gespräche, die mit allen Beteiligten geführt werden. Ziel ist es dabei, die aktuellen Probleme zu entschärfen und für die Nachbaugebühr zu einer gerechten und nachhaltigen Lösung zu kommen.

 

Der zweite Veranstaltungstag wurde der aktuellen Beizdiskussion gewidmet. Ausgelöst durch das Bienensterben im Frühjahr 2008 hat sich in der Beiztechnik und auch bei den Wirkstoffen viel bewegt. Hans-Gerd Nolting vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) legte auf dem Saatguthandelstag dar, dass sowohl Qualitäts-normen für Mais und Rapssaatgut als auch für Sägeräte eingeführt worden seien. Dies führte zu einer Abnahme von Emissionen bei der Aussaat von Mais um 99 %. Die Pflan-zenschutzmittelhersteller hätten sich verpflichtetet, ihre Präparate für Saatmais aus-schließlich an Anwender abzugeben, die sich verpflichteten, Qualitätskriterien einzuhalten. Derzeit wird an einem Qualitätskonzept zur Reduzierung des Abriebs und des Staubs im Raps- und Getreidebereich gearbeitet.

 

Jörg Hartmann, Geschäftsführer der VO-Firma S.G.L GmbH, Erftstadt, brachte in seinem Vortrag zum Ausdruck, dass die Standards für Saatgetreide in den vergangenen Jahren immer höher geschraubt wurden. Bedingt durch Umweltauflagen und Verbraucherschutz liege das Qualitätsniveau heutzutage zwangsläufig höher als noch vor wenigen Jahren. Dazu kämen noch die Qualitätsansprüche der Kunden. Zwar erleichterten Standards den Saatguthandel, würde durch Dokumentationsverpflichtungen den Unternehmen aber viel zusätzliche Arbeit aufgebürdet.

 

Susanne Kretschmann, Bayer Crop Science, konstatierte, dass bereits beim Mähdrusch auf die Beizbarkeit von Getreide geachtet werden muss. Es sei wichtig, weitgehend staubfreies Getreide an die Aufbereitungsanlagen zu liefern. Um das zu gewährleisten, sei auch neben den technischen Voraussetzungen das Personal der wichtigste Faktor. Diese Meinung teilte auch Albert Mollen, Syngenta Agro GmbH. Seiner Meinung nach bringe das Gesamtpaket Sorte + Beizung nur dann einen Mehrwert, wenn eine konstante Qualität erkennbar sei. Die BASF betreibt nach den Worten von Martin Heger ein erfolgreiches Produkt-Stewardship, bindet also die Beizanlagenbetreiber intensiv in die Weiterent-wicklung von Beizen mit ein.

 

Die Vorträge der Referenten (siehe Link) stehen oben oder in der BVA-Geschäftsstelle zur Anforderung bereit.


 
 

 

 

Terminübersicht


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