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13. Saatguthandelstag 31.05./01.06.2011, Warberg

 

| Sponsoren | Programm | Vorträge | Fotoimpressionen | Tagungsergebnis |

 

Sponsoren und Aussteller

 

Der Saatguthandelstag 2011 wurde von den nachstehenden 5 Firmen unterstützt:

 
 
 

Folgende 15 Firmen haben am Saatguthandelstag 2011 ausgestellt:

Liste der Aussteller

 
Pflanzenzüchter:
Feldsaaten Freudenberger GmbH & Co. KG | Lantmännen SW Seed GmbH
 
Beizmittelhersteller:
BASF SE | Bayer CropScience Deutschland GmbH | Syngenta Agro GmbH
 
Saatgut- und Getreidetechnik:
Behn + Bates Maschinenfabrik GmbH & Co. KG | Drello GmbH & Co. KG |
CIMBRIA Saat- und Getreidetechnik GmbH | PETKUS Technologie GmbH |
Westrup A/S
 
Farbausleser – Verkauf u. Vermietung Absackanlagen/-waagen:
Barthel – Maschinen und Ingenieurbüro
 
Palettieranlagen, Fördertechnik, Palettensicherung etc.:
Gerd Justus Maschinen- und Anlagetechnik e.K.
 
Absack- und Befüllsysteme:
Vollenda-Werk GmbH
 
Laboranalytik:
LGC Genomics GmbH
 
Software für Saatgutvermehrer und Saatguthandel:
Landwehr Computer- und Software GmbH
 
Darüber hinaus unterstützt folgender Pflanzenzüchter den Saatgut-Handelstag
(kein Stand)
:
KWS LOCHOW GmbH
 

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Programm

| Flyer

 
     
 

Begrüßung und Eröffnung der Tagung
Horst Bremer
Vorsitzender des Bundesverbandes der VO-Firmen e.V. (BVO), Bonn

„Peak Oil – Das Ende billiger fossiler Energie“
Tobias Bokeloh
Strube GmbH & Co. KG, Söllingen

„Nachwachsende Rohstoffe: Wie kann die Saatgutwirtschaft davon profitieren?“
Dr. Andreas von Felde
KWS Saat AG, Einbeck

„Der Markt für Feldsaaten“
Hans-Peter Ruopp
Beiselen GmbH, Ulm

Empfang der Aussteller
Saatgutwirtschaft im Wandel – Züchtungsschwerpunkte heute und in der Zukunft

„Züchtungsfortschritt – Grundlage der nötigen Ertragssteigerung“
Henning Alvermann
KWS Lochow GmbH, Bergen

„Die Bedeutung klassischer Züchtungsverfahren für die Sorten von morgen“
Dr. Stefan Streng
Saatzucht Streng-Engelen GmbH & Co. KG, Uffenheim

„Hybrid-Wintergerste – Gerste wird wieder sicherer und damit wirtschaftlicher“
Gerhard Wulff
Syngenta Seeds, Bad Salzuflen

„BASF – ein wichtiger Kooperationspartner für die Pflanzenzüchter“
Dr. Friederike Pferdmenges
BASF SE, Agrarzentrum, Limburgerhof

Züchtung aus Sicht der Landwirtschaft
N.N.

„Der BVO setzt auf Beizqualität: Beizmonitoring –
Ergebnisse und Erfahrungen 2010“

Dr. Christoph Steden
Syngenta Agro GmbH, Maintal

„Praxisbeurteilung: Beizqualität – Zertifizierte Beizstelle –
Belastbare Lösungsmöglichkeit oder Sackgasse?“

Dr. Gerhard Schilling
Bund Deutscher Saatguterzeuger (BDS) – GSA Wiesenmühle, Monsheim

„Die Zertifizierung der Rapsbeizstellen“
Andreas Baer
Norddeutsche Pflanzenzucht Hans-Georg Lembke KG, Holtsee

„Beizqualität und Zulassung von Pflanzenschutzmitteln zur Saatgutbehandlung
im Getreide“

Dr. Udo Heimbach
Julius-Kühn-Institut, Braunschweig

Präsentation der Beizindustrie

„Stand der Zulassung insektizider Beizen“
Dr. Susanne Kretschmann
Bayer CropScience Deutschland GmbH, Langenfeld
„Qualiätssaatgut Getreide – Herausforderungen und Perspektiven“
Leonie Nagel
Syngenta Agro GmbH, Maintal

 

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Vorträge (Präsentationen)

 
Das Ende Fossiler Energie
Eine Geschichte des Carbonzeitalters
Tobias Bokeloh
Präsentation im PDF-Format
   
Nachwachsende Rohstoffe:
Wie kann die Saatgutwirtschaft davon profitieren?

Dr. Andreas von Felde
Präsentation im PDF-Format
   
Der Markt für Feldsaaten
Hans-Peter Ruopp
Präsentation im PDF-Format
   
Züchtungsfortschritt
Grundlage der nötigen Ertragssteigerung

Henning Alvermann
Präsentation im PDF-Format
   
BASF
Ein wichtiger Kooperationspartner für die Pflanzenzüchter

Dr. Friederike Pferdmenges
Präsentation im PDF-Format
   
Der BVO setzt auf Beizqualität: Beizmonitoring
Ergebnisse und Erfahrungen 2010
Dr. Christoph Steden
Präsentation im PDF-Format
   
Praxisbeurteilung: Beizqualität - Zertifizierte Beizstelle -
Belastbare Lösungsmöglichkeit oder Sackgasse?

Dr. Gerhard Schilling
Präsentation im PDF-Format
   
Die Zertifizierung der Rapsbeizstelle
Andreas Baer
Präsentation im PDF-Format
   
Beizqualität und Zulassung von Pflanzenschutzmitteln zur Saatgutbehandlung im Getreide
Dr. Udo Heimbach
Präsentation im PDF-Format
   

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Fotoimpressionen

 
 
 

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Tagungsergebnis

 
13. Saatguthandelstag erfolgreich verlaufen

Text im PDF-Format

 

Zum 13. Mal wurde vom Bundesverband der VO-Firmen (BVO) auf Burg Warberg der Saatguthandelstag erfolgreich veranstaltet. Mit insgesamt 144 Teilnehmern war der diesjährige Saatguthandelstag wieder sehr gut besucht. Themen waren die künftige Energie-wirtschaft, Züchtungsschwerpunkte heute und in der Zukunft sowie die Beizqualität und die Zertifizierung von Beizstellen.

Nachdem der BVO-Vorsitzende, Horst Bremer, den Saatgut-handelstag eröffnet hatte, berichtete Tobias Bokeloh, Strube GmbH & Co. KG, von dem Siegeszug des Rohstoffs Öl seit Beginn der 1850er Jahre sowie den Konsequenzen der heutigen globalen Wirtschaftsweise.

Horst Bremer
BVO-Vorsitzender

 

Irgendwann müsse sich jeder mit dem Moment auseinandersetzen, an dem sich die globale Fördergeschwindigkeit von Erdöl nicht mehr steigern ließe (sog. Peak Oil). Als Konsequenz ließe sich u.a. festhalten, dass es zu einer enormen Preissteigerung für Öl komme (im Februar 2011 stieg der Preis für Erdöl auf über 100 $/barrel) und dass sich die Landwirtschaft als Schlüsselsektor massiv ändern werde (reduzierter Pflanzenschutz-, Düngemittel- und Maschineneinsatz). Dazu gehöre auch die Erweiterung der Sorten-eigenschaften für den Gebrauch der Pflanzen als erneuerbare Energiequelle, so Dr. Andreas von Felde von der KWS Saat AG. Diese Nutzungsänderung stelle eine enorme Herausforderung dar, denn Produktionstechnik, Know-How, Verarbeitung etc. seien seit Beginn der Nutzung von beispielsweise Zuckerrüben einzig auf den Lebensmittelzweck dieses Produkts konzentriert worden. Um die bei dieser Thematik entfachte Tank/Teller-Diskussion zu handhaben, sei es laut Dr. von Felde nötig, die Nutzung von Abfallstoffen in Biogasanlagen zur Erzeugung von Energie ins Licht zu rücken, um auf diese Weise zu verdeutlichen, dass die Produktion erneuerbarer Energien nicht zu 100 Prozent auf Lebensmitteln fuße. Ebenso wie Herr Bokeloh und Dr. von Felde betonte auch Henning Alvermann von der KWS Lochow GmbH die vielfältigen globalen Anforderungen an die Pflanzenzüchtung. Bei einem insgesamt abnehmenden Ertragsfortschritt für Weizen seit Mitte der 1980er Jahre nehme der Anteil der Sortenleistung am Ertragsfortschritt zu. Dennoch liege der jährliche Ertragszuwachs für Winterweizen von 1998 – 2010 durchschnittlich nur bei 0,1 dt / ha.

Damit die Pflanzenzüchtung angesichts solcher Kennwerte auch noch in der Zukunft wettbewerbsfähig sein könne, setzte Dr. Stefan Streng, Saatzucht Streng-Engelen GmbH, auf dieKombination klassischer Züchtungsverfahren mit moderner Technologie. Man könne es sich heutzutage nicht mehr leisten, eine Sorte über einen Zeitraum von 10 Jahren und mehr hinweg zu entwickeln. Besonderes Potenzial für die zukünftige Pflanzen-züchtung sah Herr Maubach, Syngenta Seeds, für Hybridgerste. Wintergerste sei in ihrer Leistung, gerade im oft herangezogenen Vergleich mit Winterweizen, unterschätzt. Und das habe vor allem einen Grund: Wintergerste sei meist die abtragende Frucht, wohingegen Winterweizen i.d.R. nach einer Blattfrucht angebaut werde. Um den Ertrag über mehrere Jahre auch bei zunehmenden extremen Witterungsschwankungen konstant zu halten, seien laut Maubach umweltstabile Hybridgerstensorten nötig. In der anschließenden Podiumsdiskussion wurde festgestellt, dass nicht nur Qualitäten und Resistenzen entscheidende Faktoren der Pflanzenzüchtung seien, sondern auch die Anbaueigenschaften dazu zählen. Und auch wenn die Regionalisierung von Sorten im Zuge der Internationalisierung der Märkte abnehme, so weise sie durchaus Potenziale auf, über die es sich auszutauschen lohne.

 

Der zweite Tag des Saatguthandelstages stand traditionell ganz im Zeichen der Saatgut-beizung. Dr. Christoph Steden von Syngenta Agro GmbH berichtete über Ergebnisse und Erfahrungen des Beizmonitoring-Programms, welches der BVO in 2010 gemeinsam mit Syngenta Agro durchgeführt hatte. Im Rahmen von vier Veranstaltungen wurden 65 Teilnehmer in einem Theorieteil sowie in einer Praxisdemonstration an einer Beizanlage geschult. Weiterhin hatten sich 10 Beizanlagen sogenannten Anlagenchecks und umfas-senden Probenahmen im Herbst 2010 unterzogen. Insgesamt konnten 194 Getreideproben auf den Beizgrad, die Einzelkornverteilung sowie den Heubachwert (Staubabrieb) analysiert werden. Leitwerte für den Heubachwert hielt Dr. Steden für nicht sinnvoll, da jede Beizanlage individuell zu betrachten und demnach eine Standardisierung nicht möglich sei. Dr. Udo Heimbach, Julius-Kühn-Institut, stellte zudem fest, dass ein niedriger Heu-bachwert noch nichts über den Wirkstoffgehalt in der festgestellten Abriebmenge aussage. Unter-schiedlich hohe Wirkstoffgehalte bei identischen Heubachwerten seien demnach auf den Beizvorgang zurückzuführen. Die Justierung des Beizvorgangs sei ein wichtiger Hebel, der in der Vergangenheit zu sehr außer Acht gelassen worden sei.

 

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