Gentechnik und Saatgut - Ergebnisse der Überwachung 2015

09.12.2015
Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, BVL

Im Analysejahr 2015 (01.10.2014 – 30.09.2015) gab es unter allen untersuchten Saatgutpartien sechs Positivfunde bei Mais und einen bei einer Sojapartie. Der Anteil GVO-positiver Proben lag bei Mais für das Analysejahr 2015 mit 1,4 Prozent unter dem Wert der Vorjahre 2013 und 2014 (2,5 Prozent und 1,6 Prozent). 

Im Analysejahr 2015 haben die amtlichen Untersuchungsstellen der Bundesländer nach Angaben der LAG (Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Gentechnik) insgesamt 857 Saatgut-Untersuchungen von 10 verschiedenen Kulturpflanzenarten durchgeführt, wobei Mais und Raps (Winter- und Sommerraps) einen Anteil von 53 Prozent bzw. 37 Prozent einnahmen (Abbildung). 

Probenahme und Analyse erfolgen in der Regel zeitlich so abgestimmt, dass im Fall eines GVO-Nachweises das betroffene Saatgut rechtzeitig eingezogen werden kann und es nicht zur Aussaat gelangt. Beprobt werden inländisch erzeugte Saatgutpartien und auf dem Markt befindliches Saatgut, sowie importiertes Saatgut. Mindestens 10 Prozent der in Deutschland zur Anerkennung vorgestellten Saatgutpartien sollen untersucht werden. Die entsprechenden standardisierten Methoden zur Probenahme und zum Nachweis von GVO werden in der Amtlichen Sammlung von Untersuchungsverfahren nach §28b des Gentechnikgesetzes vom BVL veröffentlicht.

In der EU gibt es derzeit nur Sorten einer einzigen zum Anbau zugelassenen Pflanzenlinie (gv-Mais MON810), für die jedoch in Deutschland seit 2009 ein nationales Anbauverbot (Ruhensanordnung) gilt.

Die Saatgutüberwachung in Deutschland liegt in der Zuständigkeit der Bundesländer. Die Ergebnisse der amtlichen Untersuchungen von Saatgut werden regelmäßig von den Bundesländern im Internet unter www.lag-gentechnik.de/saatgut.html veröffentlicht.